Link zur Startseite
titel: programm




Bleibt auf dem Laufenden:

Mailingliste abonnieren

Follow kinzig9 on Twitter

Kontakt: groessenwahn@kinzig9.de

Veranstaltungen September 2014

                			
Freitag, 05. 09. 2014 - 19:00 Uhr bis Sonntag 7.9. - 19:00 Uhr - Größenwahn Friendica-Hackathon friendica is a free software for a decentralized social network. From Sept. 5th to 7th 2014, some Friendica developers and users will be gathering to work on software improvements. Everyone is invited to join. The plan is to work on some issues (https://github.com/friendica/friendica/labels/Berlin2014) and to get to know other friendica friends in person. We hope to see non-coders as well as coders! People who know about UI, who would like to test or document changes are very welcome! If you can't come in person but you'd like to work with us, join us on IRC (#friendica on freenode, UTC +2 ) or in the forum! The venue: Groessenwahn, Kinzigstr. 9, 10247 Berlin The venue is not accessible in a wheel chair. If you are somehow involved with friendica and you would like to join, poke us! "Us" - that's tugelblend@snarl.de, tobias@f.diekershoff.de and freiefunken@pink.pilot.io Hope to see you in September!!! Sonntag, 21.09. 2014 - 20:00 h - Größenwahn combatiente zeigt: in erinnerung an den sympathischen ganoven+ausbrecher alfred lecki „Alfred Lecki wurde als Ausbrecherkönig der BRD in den 1970er- und 80er -Jahren bekannt. "andere finden sich damit ab, aber ich kann nicht hinter Gittern leben." Der erste Gefängnisausbruch erfolgte im August 1968; er erschoss ein Jahr nach seiner Flucht bei einer Polizeikontrolle einen Polizisten und verletzte einen anderen schwer und wurde kurz darauf wieder festgenommen. Bereits zu Weihnachten 1969 gelang Lecki der nächsten Ausbruch: während die Häftlinge in der Anstaltskapelle ein kräftiges "Macht hoch die Tür..." anstimmten, öffnete Alfred Lecki seelenruhig mit einem im Knast selbstgefertigten Nachschlüssel das Gefängnistor "weit" auf und verschwand mit seinem Knastkumpan Helmut Derks aus der Untersuchungshaft in Essen.. Die beiden überfielen gemeinsam Banken und konnten insgesamt fünf Millionen DM erbeuten. Auf der Flucht baute Lecki seinen Ruf als Räuber weiter aus. Im Juni 1970 war er Drahtzieher des bis dahin größten bewaffneten Raubüberfalls auf einen Geldtransport. Er erbeutete über eine Million DM. Innenminister Genscher bezeichnete den "Ausbrecherkönig" als "meistgesuchten Gewaltverbrecher der Bundesrepublik". Er hieß auch der "Mann mit den tausend Gesichtern", weil er es perfekt verstand, Gesicht, Haare und äußere Erscheinung zu verändern. 30 falsche Pässe wurden im Lauf der Jahre bei ihm sichergestellt. XY-Mann Eduard Zimmermann versuchte in mehreren Sendungen vergeblich ihn aufzuspüren. Bei den polizeilichen Ermittlungen brach Chaos aus; ein Doppelgänger Leckis wurde erschossen und weitere unschuldig in Polizeigewahrsam genommen. Erstmals in der Rechtsgeschichte beauftragte der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher das Bundeskriminalamt mit der Fahndung nach dem flüchtigen. Im Juli 1970 konnten Derks und Lecki in Spanien durch Mithilfe des Privatagenten Werner Mauss gefasst werden, wiederum wurde Lecki zu lebenslanger Haft zuzüglich 15 Jahren für Raubüberfälle verurteilt und saß in der JVA Rheinbach bei Bonn. Er flüchtete nach 13 Jahren Haft am 4. Oktober 1983 bei einem Ausflug mit einem Sozialarbeiter erneut. Er wurde jedoch gut ein Jahr später, am 11. Dezember 1984, in Köln von einem früheren Mithäftling erkannt und wieder festgenommen, am 21. September 1986 während einer Behandlung in der Universitätsklinik in Bonn konnte er wieder fliehen. Am 20. Dezember 1986 wurde er auf Sylt gefasst, wo er zusammen mit seiner Schwester Helga über Weihnachten ein Ferienhaus gemietet hatte. Einigen ehrenamtlichen Betreuern wurde der Prozess gemacht, weil sie Lecki auch während seiner Flucht geholfen hatten, jedoch wurden sie freigesprochen. Trotz seiner ungezählten schweren Straftaten stieß Alfred Lecki der "Ausbrecherkönig" in der Öffentlichkeit auf Sympathie. Er war schlagfertig, besaß Wortwitz, und seine Einlassungen vor Gericht hatten gewissen Unterhaltungswert, auch seine trickreichen Ausbrüche aus dem Knast. Jedes mal wenn er wieder erwischt wurde, hatte Lecki die gleiche Begründung für den Drang in die Freiheit: #"Ich bin nicht haftgewohnt". Lecki starb am 17. September 2000 in Freiheit -nach insgesamt 26 jahren knast- an Herzversagen in Berlin.“ combatiente zeigt : * gelebte geschichte des widerstands. Freitag, 26.09.2014 – ab 20:00 h – Größenwahn & Leichtsinn Infoveranstaltung und Soliparty für die Revisionskosten des Bernburg-Prozesses Nach einem brutalen rassistischen Angriff auf den Imbissbetreiber Abdurrahman E., seine Lebensgefährtin und einen indischen Geflüchteten am Bernburger Bahnhof in Sachsen-Anhalt im September 2013 eröffnete das Landgericht Magdeburg Anfang des Jahres den Prozess gegen neun tatverdächtige Neonazis. Die Neonazis aus dem Umfeld der Schönebecker Kameradschaftsszene waren u.a. wegen versuchten Totschlags angeklagt. Der Hauptbetroffene Abdurrahman E. hat die Attacke nur knapp überlebt – mit schweren Kopfverletzungen musste der damals 34-Jährige notoperiert werden und lag danach zwei Wochen im Koma. Ein knappes Dreivierteljahr nach dem Angriff und nach 15 Verhandlungstagen sprach das Landgericht Magdeburg sein Urteil. Rassismus sei, so die Richter_innen, nicht der wesentliche Grund für den Angriff. Vielmehr wollte das Gericht die Möglichkeit nicht ausschließen, dass sich der Hauptbetroffene nach den ersten rassistischen Beleidigungen gegen ihn und seine Freundin bewaffnet habe, was dann gegebenenfalls das tragende Motiv gewesen sei. Damit zweifelten sie die Glaubwürdigkeit der Geschädigten sowie einer Zeugin in wesentlichen Punkten an. Auch wurden fünf der angeklagten Neonazis freigesprochen. Die anderen Vier wurden zu Haftstrafen zwischen fünf Jahren bis hin zu acht Jahren und zwei Monaten verurteilt. Nach Abschluss der Beweisaufnahme hatten sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklagevertreter_innen es als erwiesen angesehen, dass allen Angeklagten Tatbeiträge zurechenbar nachzuweisen seien und hatten dementsprechend eine Verurteilung aller neun Neonazis wegen versuchten Totschlags beziehungsweise versuchten Mordes gefordert. Abdurrahman E. möchte das schockierende Urteil anfechten. Zur Finanzierung der Revisionskosten laden wir zur Infoveranstaltung und Soliparty ein. Über „Pleiten“ der Ermittlungsbehörden, Rassismus sowie der Umkehrung von Täter- und Opferrolle durch die Magdeburger Justiz berichtet der Berliner Rechtsanwalt Sebastian Scharmer, Nebenklagevertreter des Hauptbetroffenen. Er vertritt derzeit auch eine Hinterbliebene eines Opfers des NSU in München. Über die Situation der Betroffenen und rechte Gewalt in Sachsen-Anhalt erzählt eine Mitarbeiterin der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt. Zusätzlich angefragt ist ein Referent über die rechte Szene in Sachsen-Anhalt. Infoveranstaltung: 20.00 Uhr anschließend Soliparty ab 22.00 Uhr, Eintritt: Spende mit: mxb ((post)punk, wave, pop); K.atze (alltimes + trash); no pop – no style (alltimes, trash und schenkelklopfer); The Hapoels (alltimes) Gegen Homophobie, Transphobie, Rassismus, Sexismus und Antisemitismus! Die K9 versteht sich als Schutzraum, der jener Gewalt etwas entgegensetzen möchte: Wehren wir uns! Achtet auf euch und andere, bleibt zusammen und greift ein, wenn ihr Übergriffe beobachtet. Falls ihr euch auf Veranstaltungen in der K9 unwohl fühlt oder Hilfe braucht, sprecht uns, unsere Veranstalter_innen oder andere Gäste an. IMMER Bar Kneipe Café Liberación Montag bis Samstag ab 19 Uhr (Mai-September ab 17 Uhr) Nette Kneipe für nette Leute. Internet und Kicker umsonst. Fassbier, Cocktails und vieles mehr. Manchmal Konzerte, Filme, Ausstellungen. Das Liberación kann für öffentliche Veranstaltungen, Geburtstage oder sonstige Partys gemietet werden. Einfach in der Kneipe fragen. INFOS K9-Veranstaltungsetagen Räume für Veranstaltungen, Konzerte, Treffen, Parties! Diskussions-, Polit- und Infoveranstaltungen zahlen keine Miete! Anfragen in den Briefkasten oder an: groessenwahn@kinzig9.de Schlafplätze in der K9 für bis zu 6 Leute! Anfragen an: remise@kinzig9.de K9 Hausprojekt Kinzigstraße 9 / 10247 Berlin U5 Samariterstraße oder S Frankfurter Allee www.kinzig9.de