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Veranstaltungen Dezember 2016

                			
Dienstag, 06.12.2016 – 19.30 h – Größenwahn Überwachung, Verdatung und Sanktionen: Die neuen Maßnahmen gegen Geflüchtete Veranstaltung zur Disziplinierung von MigrantInnen durch Gesetze, Datenbanken und Kompetenzen von Polizei und Geheimdiensten Am 1. Januar 2016 trat die Neuregelung des Ausweisungsrechts in Kraft. Seitdem jagt eine Gesetzesverschärfung die nächste. Jenseits der grundsätzlich allen Nichtdeutschen drohenden Ausweisung bieten Aufenthalts-, Asyl- und Asylbewerberleistungsrecht neben dem Strafrecht eine breite Palette von Instrumentarien zur Disziplinierung und Aussonderung von unerwünschten MigrantInnen. Der Ausbau dieses Instrumentenkastens bedeutet auch die Sammlung von immer mehr Daten. Im Ausländerzentralregister werden neben Personaldaten auch Angaben zu Schulbildung, Impfstatus gespeichert. Das sogenannte Datenaustauschverbesserungsgesetz macht Geflüchtete zur Datenmasse. Nach der neuen Rechtslage werden ihre Informationen nunmehr alltäglich an die Geheimdienste übermittelt. Die Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP widmet ihre aktuelle Ausgabe diesem Thema. In der Veranstaltung referieren Anja Lederer und Dirk Burczyk. Anja ist Rechtsanwältin und Kriminologin, Mitglied des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins. Dirk ist Referent für Innenpolitik der Linksfraktion im Bundestag und Redakteur von Bürgerrechte & Polizei/CILIP. Weitere Informationen unter www.cilip.de. Mittwoch, 07.12.2016 – 18.30 h – Größenwahn Frankreich: Die Revolte der Jugend gegen eine Arbeitsmarktreform Kurz nachdem die französische Regierung vor zehn Monaten eine Arbeitsmarktreform angekündigt hatte, gingen Schüler*innen und Studierende auf die Straße. Damit hat die Jugend den Anstoß zu einer 3 Monate andauernden Protestbewegung gegeben, in der sich viele interessante Fragen gestellt haben: Wie kam es, dass ausgerechnet die Jugendlichen als Erste gegen eine Arbeitsmarktreform protestierten? Wie schwer war es, Vollversammlungen an den Schulen und allgemein die Bewegung zu organisieren? Wie kann eine Bewegung sich ausbreiten? Wenn ihr wissen wollt, was von den Erfahrungen der sozialen Bewegung bleibt und wie die aktuelle Stimmung unter den französischen Jugendlichen ist, dann kommt zu unserer Veranstaltung. Über Videoverbindung werden französische Schüleraktivist*innen live all diese Fragen beantworten und alle, die ihr noch stellen wollt. Freitag, 09.12.2016 – 19.00 h – Größenwahn "Self-organiation of migrant workers in Europe and USA" Speakers: Mark Bergfeld (researcher at Queen Mary University of London) and a Berlin-GAS member. Since the beginning of the current economic crisis (2008/2009) migration processes have increased all around the world, especially in Europe. Migrant workers suffer special social conditions and in many cases are involved in self-organizational processes to improve their living and working conditions. We want to discuss what are the best practical experiences in Europe and USA about organizing migrant workers, both from the point of view migrants-self- agents and activist organizations dedicated to this sort of tasks. Sonntag, 11.12.2016 – 18.00 h – Größenwahn On Tour! Das beste Hotel Europas Nach sechs Monaten City Plaza in Athen berichten UnterstützerInnen und ehemalige BewohnerInnen auf Veranstaltungen in Deutschland von ihren Erfahrungen. Das City Plaza liegt mitten in der Innenstadt von Athen, im April 2016 wurde das leerstehende Hotel von einer AktivistInnengruppe besetzt. Seitdem wird der alltägliche Betrieb von solidarischen UnterstützerInnen gemeinsam mit den dort wohnenden Geflüchteten organisiert. Die 400 neuen Gäste, darunter 180 Kinder, kommen aus aller Welt: aus Syrien, Rojava, Irak, Pakistan, Iran und Afghanistan. Im City Plaza finden sie einen Platz, der ihnen Privatsphäre, ein Wohnen in Sicherheit und Würde ermöglicht. „Wir leben zusammen, wir kämpfen zusammen, Solidarität wird gewinnen“ lautet ihr Motto. Das Hotel demonstriert jeden Tag aufs Neue, dass es selbst in Zeiten von Krise und Armut möglich ist, Menschen willkommen zu heißen und würdige Lebensbedingungen für Alle zu schaffen. City Plaza ist ein politisches Beispiel: es ist ein Ort der Gleichheit und Solidarität, das gelebte Gegenteil zur Festung Europa und ihren schändlichen Grenzen.Das City Plaza Hotel ist ein Symbol der Hoffnung. Auf den Veranstaltungen wollen wir zuhören und diskutieren - Was können wir lernen aus den alltäglichen Herausforderungen eines Rasthauses, das 400 Frauen, Männern und Kindern Zuflucht bietet, einer Notgemeinschaft in einem besetzten Gebäude? - Wie entwickeln sich Selbstorganisierungsprozesse im Transit und darüber hinaus, und wie können diese aus den transnationalen Netzwerken der Solidarität unterstützt werden? - Wie können Räume wie das City Plaza genutzt werden, um Verbindungen zu anderen sozialen Kämpfen für gleiche Rechte herzustellen? Und Zugang zu Wohnung, Bildung, Gesundheit fordern? - Haben wir bereits begonnen, eine „Underground Railroad“ für Bewegungsfreiheit aufzubauen? Brauchen wir mehr Zufluchtsräume und perspektivisch Zufluchtsstädte („Sanctuary Cities“) entlang der Migrationsrouten als praktische Gegenpole zum rassistisch repressiven Mainstream? Die Gäste Zwei bis drei FreundInnen aus Athen werden zur Tour kommen. Sie gehören zum Komitee des City Plaza, das seit sechs Monaten dort den Alltag organisiert. Es werden sich FreundInnen an den verschiedenen Veranstaltungen beteiligen, die zunächst Zuflucht im City Plaza und mittlerweile ihren Weg nach Deutschland oder in die Schweiz gefunden haben. FreundInnen der Netzwerke Welcome to Europe und/oder Welcome2Stay, die das City Plaza bei Besuchen und von ausserhalb unterstützt haben, werden sie bei der Tour begleiten. http://solidarity2refugees.gr http://europas-bestes-hotel.eu Sonntag, 18.12.2016 – 20.00 h – Größenwahn combatiente zeigt: revolution - politischer filmabend „Der unsichtbare Aufstand“ Spielfilm von Costa-Gavras aus dem Jahr 1972, 115 Min. Der bewaffnete Kampf der Tupamaros - Stadtguerilla in Uruguay Ein CIA-Agent und Militärberater, der 1970 als Entwicklungshelfer getarnt das uruguayische Militär in Repressions- und Foltertechniken ausbildet, wird von den Tupamaros entführt. Außerdem entführen die Tupamaros einen brasilianischen Konsul sowie einen Sekretär der US-Botschaft in Montevideo. Der Film beruht auf historischen Ereignissen und am Drehbuch hat seinerzeit der Tupamaro Mauricio Rosencof mitgearbeitet. Zur heutigen Situation in Uruguay wird ein Genosse berichten, der Anfang des Jahres in Uruguay ehemalige Tupamar@s getroffen hat, und über die Bedeutung des Films für die militante Linke der 1970er Jahre wird ein Aktivist jener Zeit Auskunft geben. combatiente zeigt : * revolution - politische filmabende * filme aus aktivem widerstand und revolutionären kämpfen * gelebte geschichte des widerstands Gegen Homophobie, Transphobie, Rassismus, Sexismus und Antisemitismus! Die K9 versteht sich als Schutzraum, der jener Gewalt etwas entgegensetzen möchte: Wehren wir uns! Achtet auf euch und andere, bleibt zusammen und greift ein, wenn ihr Übergriffe beobachtet. Falls ihr euch auf Veranstaltungen in der K9 unwohl fühlt oder Hilfe braucht, sprecht uns, unsere Veranstalter_innen oder andere Gäste an. IMMER Bar Kneipe Café Liberación Montag bis Samstag ab 19 Uhr (Mai-September ab 17 Uhr) Nette Kneipe für nette Leute. Internet und Kicker umsonst. Fassbier, Cocktails und vieles mehr. Manchmal Konzerte, Filme, Ausstellungen. Das Liberación kann für öffentliche Veranstaltungen, Geburtstage oder sonstige Partys gemietet werden. Einfach in der Kneipe fragen. INFOS K9-Veranstaltungsetagen Räume für Veranstaltungen, Konzerte, Treffen, Parties! Diskussions-, Polit- und Infoveranstaltungen zahlen keine Miete! Anfragen in den Briefkasten oder an: groessenwahn@kinzig9.de K9 Hausprojekt Kinzigstraße 9 / 10247 Berlin U5 Samariterstraße oder S Frankfurter Allee www.kinzig9.de